Topwater-Traum in Zeeland
– vielleicht die letzte Kajak-Session des Jahres Manchmal schaut man auf die Wettervorhersage und weiß sofort: Wenn ich diese Chance nicht nutze, ärgere ich mich hinterher. Genau so war es bei meinem spontanen Trip nach Zeeland Anfang Oktober.
Die Saison neigt sich langsam dem Ende entgegen und für mich war klar, dass dies wahrscheinlich eine der letzten Gelegenheiten in diesem Jahr sein würde, noch einmal mit dem Kajak gezielt auf Wolfsbarsch zu fischen. Die Wettervorhersage sah einfach zu gut aus – also Kajak aufladen und los. Rund sechs Stunden Fahrt für einen kurzen Trip sind zwar nicht ohne, aber vor Ort bestätigte sich die Prognose: Das Wasser war zeitweise spiegelglatt und die Bedingungen zum Kajakangeln hätten kaum besser sein können. Ein kompletter Tag Topwater Bei solchen Bedingungen stand für mich schnell fest, dass ich den Tag konsequent mit Oberflächenködern fischen wollte. Gerade vom Kajak aus ist die Topwater-Fischerei für mich eine der spannendsten Arten, Wolfsbarsch zu fangen.
Man ist extrem nah am Geschehen und erlebt jede Attacke unmittelbar vor sich. Beim Hardbait-Fischen ist die Tenryu Injection 73M schon lange meine erste Wahl und natürlich war sie auch in Zeeland wieder dabei. Der Seaspin Pro-Q 90 erwies sich an diesem Tag als absoluter Topköder. Die Wolfsbarsche reagierten immer wieder aggressiv auf den Köder und sorgten für genau die spektakulären Attacken, für die man Topwater fischt. Teilweise kamen die Bisse völlig aus dem Nichts, teilweise konnte man die Fische bereits hinter dem Köder erkennen, bevor sie zuschlugen. Am Ende konnte ich weit über zehn Wolfsbarsche fangen. Der größte Fisch lag bei ungefähr 60 Zentimetern. Es war dabei gar nicht unbedingt die Größe der Fische, die diesen Tag besonders gemacht hat. Vielmehr war es die Kombination aus perfekten Bedingungen, einer hohen Aktivität und der Tatsache, dass ich praktisch die komplette Session erfolgreich an der Oberfläche fischen konnte.
Ein ungeplantes Ende Eigentlich sollte der Trip damit noch nicht vorbei sein. Ich hatte geplant, am nächsten Tag noch einmal aufs Wasser zu gehen und eine zweite Session zu fischen. Doch auf dem Rückweg mit dem Kajak ging ausgerechnet ein Reifen meines Kajak-Karts kaputt. Mit dem voll beladenen Kajak war damit an einen vernünftigen Transport zum Wasser nicht mehr zu denken und ich musste den Trip leider früher als geplant beenden. Natürlich war das ärgerlich – gerade nach einem solchen Tag und mit der Aussicht auf eine weitere Session. Trotzdem konnte ich mich nach diesem Angeltag nur schwer beschweren. Vielleicht war es damit tatsächlich meine letzte Kajak-Session auf Wolfsbarsch in diesem Jahr. Und vor der nächsten Tour gibt es erst einmal einen neuen Reifen fürs Kajak-Kart.
Max






