Wolfsbarsch Blog, August

So Freunde, wieder ist Zeit vergangen und wir sind in der Mitte der Saison angekommen. Da es auch Urlaubszeit ist, hier ein Bericht von Max, diesmal aus der Toskana.

Und von Tobias, eine kleine Anmerkung für das Angeln auf Wolfsbarsch, in Frankreich. Genauer gesagt, an der bretonischen Küste der Biskaya.

Vielel Dank euch beiden.

Von Max

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. Bevor es nächste Woche für eine knappe Woche mit dem Hobie in die Normandie geht hier meinen Bericht aus Italien.

Angelreisebericht – Sommer 2025, Castiglione della Pescaia (Toskana)

Diesen Sommer verbrachte ich zwei Wochen in der traumhaften Toskana – genauer gesagt in der Umgebung von Castiglione della Pescaia. Natürlich musste mein liebstes Hobby mit: das Kajakangeln. Im Vorfeld hatte ich Kontakt mit Mirko, dem lokalen Guide von Kayak Fishing Laguna di Orbetello, aufgenommen, um gemeinsam die Gewässer rund um die Küste und die Lagune zu erkunden. Insgesamt war ich fünf Mal mit ihm unterwegs – eine Erfahrung, die ich jedem ambitionierten Salzwasserangler empfehlen kann.

Das Setup – Mobil, flexibel, bewährt

Gefischt wurde ausschließlich vom Hobie-Kajak – ausgestattet mit dem bewährten MirageDrive-Pedalantrieb, Echolot, mehreren Rutenhaltern, Stauraumboxen und Transportrollen. Das Kajak ist extrem stabil, leise im Antrieb und ermöglichte mir auch bei Wind und Welle ein konzentriertes und sicheres Angeln – ob im flachen Brackwasser der Lagune oder weit draußen auf dem offenen Meer.

Erste Woche – Meer, Fluss und Plattform

Die Bedingungen in der ersten Woche waren durchwachsen. Das Mittelmeer war sehr warm, was das Angeln erschwerte. Zudem sorgte starker Wind dafür, dass wir unsere Ausfahrten sehr früh starten mussten – meist gegen 3:30 Uhr morgens.

Tag 1: Wegen des Winds versuchten wir es zunächst im Hafenbereich und später im Fluss Bruna, wo wir mit leichtem Gerät auf Wolfsbarsch angelten. Gefischt wurde mit kleinen Hardbaits und Softjerks zwischen 5–9 cm, primär Topwater – leider ohne Erfolg. Einige Meeräschen wurden gesichtet, aber kein aktiver Biss.

Tag 2 & 3: Ziel war eine offshore gelegene Plattform, etwa 2 km vom Strand entfernt, die als Wetterstation dient. Dort angelten wir mit Jigs und Hardbaits bis 20 g, besonders erfolgreich mit Molix und Duo Ködern. Es gab reichlich Horse Mackerel (Stöcker) – sehr kampfstarke Fische am leichten Gerät. Wir hofften auf kleinere Amberjacks, doch diese blieben aus.

Bluefish bei Sturm – mein Highlight

Ein absoluter Gänsehautmoment war ein Abend mit starkem Wellengang, den ich trotzdem nutzte, um es an der Hafeneinfahrt zu probieren. Mit einem Jackfin Stylo 210 bekam ich einen brutalen Biss – ein Bluefish von ca. 60 cm, der mir bei Wind, Welle und Strömung einen wilden Drill bescherte. Mein erster Bluefish im Mittelmeer – ein echtes Highlight!

Zweite Woche – Lagune von Orbetello

Ab Mittwoch der zweiten Woche ging es in die Lagune von Orbetello, ein flaches, stark salzhaltiges Binnengewässer mit dichten Krautfeldern und einer atemberaubenden Naturkulisse – inklusive Flamingos und glasklarem Wasser. Die Lagune hatte im Vorjahr unter einem Fischsterben gelitten, doch Mirko wusste genau, wo sich Wolfsbarsch und Dorade noch wohlfühlen.

Wir angelten dort fast ausschließlich Topwater, vor allem mit dem Duo Realis Pencil in 6,5 bis 8,5 cm. Bereits früh morgens konnte ich mehrere Bisse verzeichnen, darunter ein besonders intensiver Einschlag eines 45 cm Wolfsbarschs, der wie eine Explosion an der Oberfläche einschlug.

Insgesamt fingen wir in der Lagune:

  • 3 Wolfsbarsche
  • 1 schöne Dorade

Alles wurde ausschließlich im Catch & Release gefischt.

Die Lagune bot durch ihre Tiefe von maximal 2,5 m und den starken Bewuchs eine ideale Spielwiese für Topwater-Liebhaber. Jeder Biss war eine Naturgewalt für sich – das Wasser brodelte, wenn die Fische attackierten.

Abschlusstag auf hoher See

Am letzten Tag fuhren wir noch einmal hinaus aufs offene Meer. In einem Gebiet, wo früher regelmäßig Tunas gesichtet wurden, hofften wir auf ein großes Finale. Leider blieb die große Attacke aus – keine Thunfische in Sicht. Doch die Kulisse mit türkisblauem Wasser, Felsklippen und spiegelnder See entschädigte für alles.

Gerät & Tackle

Ruten & Rollen:

  • Megabass Levante (bis 15 g Wurfgewicht) + Shimano TwinPower 2500
  • Tenryu Injection 72ML + Daiwa Certate 3000

Köder:

  • Duo Realis Pencil (6,5 – 8,5 cm)
  • Jackfin Stylo 210
  • Molix & Duo Jigs bis 20 g
  • Softjerks und Hardbaits in natürlichen Dekoren

Fazit

Eine fantastische Angelreise mit neuen Freundschaften, grandiosen Landschaften und intensiven Drills. Mirko war als Guide nicht nur fachlich top, sondern auch menschlich ein Volltreffer. Besonders beeindruckt hat mich die Vielseitigkeit der Reviere – von der flachen Brackwasserlagune bis zum offenen Mittelmeer.

Das Hobie-Kajak war dabei der perfekte Begleiter: zuverlässig, flexibel und ideal für die unterschiedlichen Bedingungen.

Wer ernsthaft mit dem Kajak in der Toskana angeln möchte, sollte sich Mirko von Kayak Fishing Laguna di Orbetello merken – und auf ein Hobie setzen.

 

Von Tobias

Wolfsbarsch Regelung Frankreich/Bretagne Biskaya

Moin Rob, inzwischen sind ja doch einige in Frankreich unterwegs. Hier eine wichtige Ergänzung zu den Regeln: in der Bretagne darf nur ein Fisch pro Tag und Angler entnommen werden. Auch das markieren des Fangs durch das halb abschneiden der Schwanzflosse ist wichtig.

>>Regelung<<

Liebe Grüße 

Tobias