Der erste Gästeblog von Alex

Gästeblog

Der erste Gästeblog von Alex in der neuen Saison, aus dem Europoort.

Vielen Dank Alex

2022 – Start in die neue Wolfsbarschsaison

Endlich…seit Wochen schon fiebere ich darauf hin, die Wolfsbarschsaison zu beginnen. Ziel sind der Europoort und die Maasvlakte. Im letzten Herbst war ich insgesamt sechs Tage vor Ort und war mit den Fängen ganz zufrieden. Diesmal sind es bei der ersten Tour Ende Mai zwei komplette Angeltage inklusive zwei Übernachtungen. Immerhin. Ich hoffe auf einige Fische, aber die Wolfsbarschsaison hat die Startlöcher gerade mal verlassen. Zwei weitere mehrtägige Touren folgen dann Mitte und Ende Juni. Hier sollte die Saison schon weiter fortgeschritten sein .

Das Wetter in den kommenden Tagen scheint gut mitzuspielen. Es ist eine ruhige Wetterlage vorhergesagt mit knappen 20 Grad Höchsttemperatur, moderatem Wind und 15 Grad Wassertemperatur. Wollen wir mal hoffen, dass es so kommt.

Fast hätte mich eine Coronainfektion ausgebremst. Woher die letztlich kam, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Ich habe mich die gesamte Pandemie mit fast allen Dingen ziemlich zurückgehalten, aber es hat mich eben doch erwischt und das so kurz vor dem Trip zum Europoort. Erleichtert war ich, als dann fünf Tage vor Reisestart die Meldung kam, dass die Infektion überstanden ist .

Tag 1:

Der Start in Duisburg ist an einem Dienstag um 7 Uhr morgens. Begleitet werde ich von Guido. Ihn kenne ich schon lange. Er war schon bei einigen Tagestouren zu den Wölfen dabei und hat auch schon Fische gefangen. Im Grunde weiß er also, worum es in Rotterdam und bei den Wolfsbarschen geht.

Der Berufsverkehr unterwegs ist erträglich. Wir kommen um 10 Uhr am Europoort an, in die Unterkunft kommen wir allerdings erst um 16 Uhr. Wir nutzen die Zeit bis dahin und fahren Spots im Hafen an, die im letzten Jahr gut waren und machen auch einige Würfe. Köder sind unsere Lieblingsmodelle an Hardbaits und Gummifischen. In jedem Fall verwenden wir keine ungewöhnlichen Köder. Ich habe aber versuchsweise mal eine Garnelenfliege aus Dänemark dabei, die ich am Sbirolino fischen möchte.

(Köder)

(Der Calandkanaal)

(Regenbogen am Nieuwe Waterweg)

(Der Hartelhaven)

Was uns auffällt: Im Prinzip können wir am keinem Spot Futterfische entdecken, ebenso wenig können wir Wölfe beobachten. So geht die erste Runde an die Fische und wir gehen leer aus. Dann geht es erstmal in die Unterkunft. Hier richten wir uns ein und bleiben bis gegen 18 Uhr, um dann nochmal zum Fischen zu fahren. Wir besichtigen den Yangtzekanal an der Maasvlakte, können aber auch hier keinen Fisch ausmachen, testen es trotzdem, fangen aber wieder nichts.

(Die Strecke am Yangtzekanaal)

Fazit des ersten Tages: Das wird kein Selbstläufer mir den Wolfsbarschen
 ☹.

(Der Kescher blieb bisher leer)

Tag 2:

Vorab nun erstmal was zu meiner Vorgehensweise. Wenn es mir zuhause in den Sinn kommt und ich Zeit habe, öffne ich Google Earth und schaue mir den Europoort und die Maasvlakte genauer an und mache mir Gedanken, wie an bestimmten Stellen die Strömung zu bestimmten Zeiten laufen wird, wo sich dann Strömungskanten bilden oder wo sich Bereiche befinden, die interessant aussehen. Auch Stellen, die sich besonders vom Einheitsbrei abheben, fallen mir dann auf. Solche Stellen/Bereiche „speichere“ ich mir dann ab im Kopf ab und nehme mir vor, es dort bei Gelegenheit zu versuchen. Dies mache ich natürlich nur, wenn solche Stellen frei zugänglich sind und nicht etwa „Toegang verboden“ sind.

Auf die beschriebene Art habe ich schon so manche Überraschung in Form von guten Wölfen erleben können .

So, jetzt aber wieder zum Fischen und zu den Fischen. Wir fahren zunächst nochmal zur Landzunge Rozenburg. Hier ist von den Wolfsbarschen weiter keine Spur, aber Finten turnen im Nieuwe Waterweg rum.

Die weitere Route führt uns zum Hartelkanal. Am ersten Spot sehen wir nach einigen Minuten einen Wolfsbarsch, der sich an der (noch sehr kleinen) Jungbrut zu schaffen macht. Hier haben wir das gefunden, was wir gesucht haben. Wölfe und Futter für die Wölfe. Wir fischen, fangen aber nix.

(Die Strecke am Hartelkanaal)

Jetzt kommt das ins Spiel, was ich zu Beginn von Tag 2 beschrieben habe. Am Hartelkanal sind mir bei Google Earth zwei Spots ausgefallen, die vielleicht einen Versuch wert sind.

Am ersten Spot ist ein wenig Kletterei angesagt, aber hier kann ich Fische ausmachen, die sogar relativ dicht am Ufer an der Strömungskante sichtbar vorbeiziehen. Unsere Köder interessieren die Fische aber leider weiterhin nicht.

(Ein Spot am Hartelkanaal mit erkennbarer Strömungskante)

Frustriert fahren wir in die Mittagspause, beschließen aber, es weiter am Hartelkanal zu versuchen. Hier haben wir Fische gesehen.

Die zweite Tour des Tages beginnen wir am zweiten Spot des Hartelkanals, den ich mir über Google ausgesucht habe. Hier müssen wir ein paar Meter zu Fuß gehen, aber auch das gehört dazu. Wir fischen etwa 15 Minuten und dann passiert es endlich. Bei Guido hängt ein 50er Fisch. Wir freuen uns riesig, die Rechnung ist aufgegangen . Und wenn es einmal läuft….Guido fängt kurz danach einen Fisch gleicher Größe. Ich freue mich für ihn, ich gehe aber für den Rest des Tages wieder leer aus.

(Endlich der erste Fisch)

Tag 3:

Die Richtung für diesen Tag ist klar. Es geht nach dem Frühstück zurück an den Spot von gestern. Es herrscht Ebbe und wir können einige Wolfsbarschgruppen direkt am Ufer entdecken. Das macht Mut, es hier weiter zu versuchen. Das machen wir. Leider bleibt der Vormittag ohne Fisch.

Nach der Mittagspause packen wir das Auto für die Heimfahrt und fahren nochmal an die Stelle, die bisher Fisch brachte. Wir treffen um 16 Uhr dort ein. Langsam wird es knapp für mich, dass es keine Nullnummer wird. Wir wollen gegen 19 Uhr die Heimreise antreten.

Ich montiere dem Gummifisch und werfe aus. Beim zweiten Wurf klappt es dann auch bei mir. Irgendwie scheinen die Wölfe hier Einheitsgröße zu haben. Der Fisch hat wieder gute 50 cm. Dann dauert es etwa eine halbe Stunde und Guido fängt einen Fisch. Kurz danach hängt auch bei mir nochmal ein Fisch der 50er Klasse.

Um 19 Uhr treten wir dann unsere Heimreise an.

(Endlich doch noch ein Fisch bei mir.)

Fazit der Tour:

Es war doch ziemlich schwierig Fische zu finden und dann auch zu fangen. Bis auf den Hartelkanal haben wir nirgendwo Fische entdecken und fangen können, was wohl an der noch jungen Wolfsbarschsaison liegt. Das wird sich bestimmt noch bessern. Dennoch fahren wir zufrieden nach Hause, da die Fische alle eine gute Größe hatten und wir kommen gerne wieder. Der Anfang für dieses Jahr ist gemacht .

Für mich geht es Mitte Juni wieder los…dann für 6 Tage…und hoffentlich mit noch besserer Wolfsbarschfischerei…..Fortsetzung folgt also .