Wolfsbarsch, Robalo, Portugal

Eigentlich sollte es nur ein Kurzurlaub mit der Frau sein und das Angeln (wenn überhaupt) nur an 2. Stelle stehen. Also kein riesen Tackle Koffer, nur das Nötigste sollte mit. Eine Rute und maximal zwei kleine Köderboxen. Die Köder waren das kleinere Problem, ich wollte jetzt kein zusätzliches Gepäck dazu buchen, sprich die Rute sollte in den Koffer passen. Es musste eine Reiserute her, ein Spinnrute, mehrteilige Fliegenruten und Baitcaster befinden sich in meiner Kollektion. Die Rutenlänge und das Wurfgewicht sollten passen.

Die Wahl fiel auf eine Zeck Troy.

Länge: 2,40m
Wurfgewicht: bis 50g
Aktion: Regular / Medium (da ich viel mit Hardbaits fische)

Ein wichtiges Kriterium, die Rute sollte man auch nachts schnell und unkompliziert zusammenstecken können. An der Zeck/Troy befinden sich an den Steckverbindungen kleine weiße Punkte auf der Seite, an der die Rolle und die Rutenringe sitzen. Und vor allem, sie passt mit Rutentasche/rohr in einen großen Koffer. Die Rutentasche ist robust und bietet den leichten Ringen etwas Schutz.

Die passende Rolle hatte ich zu Hause, eine DAIWA BG 3000. Zusammen liegen sie ausgewogen in der Hand und ermöglichen ein entspanntes Fischen auch über Stunden. Soviel zum Tackle.
Die Troy passt an den Rucksack und ist gut zu transportieren bei längerer Westrecke.
In Portugal

Da ich vor vielen Jahren bereits in der Gegend war und einige Angler kenne, die öfters dort Urlaub machen, fiel die Spotwahl ziemlich leicht. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Filipe, der mir kurzfristig noch einen Angelschein besorgt hat. Online kann man den Angelschein zwar auch bestellen, aber dafür bedarf es etwas Vorlaufzeit.

Hier ein Link wie ihr an den Meeres-Angelschein für Portugal kommt, detailliert erklärt : >>Angelschein<<

Die Gezeiten waren für die Woche ok, so konnte ich hauptsächlich in den Morgenstunden fischen, aber auch am Abend, wenn sich die Gelegenheit bot. Leider war Springflut erst am letzten Wochenende und ich musste mir beim Fischen etwas einfallen lassen. Die ersten Tage lag der Fokus auf dem Mündungsbereich des Sado, da ordentlich Wind und vor allem hohe Wellen am Atlantik zu erwarten waren. Im Verlauf der Woche bot sich auch die Gelegenheit am Atlantik zu fischen.

Kurz zusammengefasst, durch etwas Unvorsichtigkeit verlor ich einige Fische im Drill und bei der Landung. Was sich auf glatten Felsen ziemlich schwierig gestaltet, wenn man hauptsächlich allein unterwegs ist.

An den Spots in der Sadomündung waren unzählige Hornhechte unterwegs, die einen den letzten Nerv raubten, da man ja eine andere Fischart an den Haken locken wollte. An einem Spot bildet sich je nach Gezeiten eine ausgeprägte Strömungsnase, die dann meist im Fokus der Angler liegt. Aufgrund des Tunnelblicks beachtet man dann das Geschehen im Umfeld meist wenig. Bei Hornhechten ist der Unterschied ob sie jetzt gejagt werden oder selbst jagen kaum zu erkennen. Erst am letzten Tag wurde mir klar, dass die kleinen Hornis hier gerade gejagt werden. Und dass in einem strömungsarmen Bereich, dicht am Ufer.

Im Hintergrund die Strömungsnase/-kanal
Ausprobieren war dann angesagt. Alle Köder, die ich in den Boxen hatte wurden hintereinander ans Band geknüpft. Mein Fokus lag auf den strömungsarmen Flachwasserbereich, dort wo die Hörnis öfter über die Wasseroberfläche flitzten…. Was soll ich sagen, der letzte Köder war dann der Gamechanger, ein alter Zenith Z-Claw 100. Ein klassischer Topwaterbait brachte dann die ersehnten Wölfis. Leider keine Großen, aber immerhin Fische um die 50cm. Vielleicht hätte ich damit schon früher fischen sollen, aber wie heißt es so schön… hätte, hätte Fahrradkette… Dann mal bis demnächst, Portugal wir kommen bestimmt wieder.

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